25. März 2025
Dramatik pur im Abstiegskampf

„Dann müssen wir halt in München zwei mal gewinnen“ mit diesen abschließenden Worten beendete Routinier Johann Höflitz die Krisenbesprechung nach der bitteren Niederlage im letzten Heimspiel der Saison gegen den TV Marktheidenfeld, welche das Unterfangen Klassenerhalt deutlich schwieriger machte. Nun lag Marktheidenfeld nämlich einen Punkt vor Jena platziert und auch durch die beiden Siege in den direkten Duellen (beide 3:4) hatten die Nordbayern insgesamt deutlich mehr Siege auf dem Konto und würden auch bei Punktgleichheit vorne liegen, weshalb effektiv 2 Punkte aufzuholen wären. Das war dann doch recht unwahrscheinlich und es hätte Schützenhilfe aus Hofheim und Schorndorf bedarf.
Gleich vornweg: durch Ausfälle von wichtigen Stammspielern in beiden Teams gab es diese Schützenhilfe nicht und Marktheidenfeld war aus dem Schneider. Blieb noch die Hoffnung sich den BV Maintal vom Leibe zu halten. Da gab es allerdings ein kleines Problem: zwar stand der BV Maintal vor dem letzten Ligawochenende 2 Punkte hinter Jena, hatte aber mit Begegnungen beim Tabellenletzten aus Eggenstein und dem gerade geretteten BC Offenburg das deutlich einfachere Restprogramm vor der Brust. Bedenkt man, dass wie erwartet alle internationalen Spieler aus Frankreich, Slowenien, der Ukraine und der Slowakei für Maintal aufschlugen, war mit 2 hohen Maintaler Siegen und 5-6 Punkten zu rechnen. Die logische Quintessenz für den SV GutsMuths – alle Rechenspiele hin oder her – es brauchte 2 Siege, um den Klassenerhalt unabhängig von den Ausgängen in anderen Hallen zu sichern.
Mit diesem Druck im Gepäck ging es dann am Samstag nach Geretsried. Geretsried spielte eine solide Saison im Mittelfeld und ist besonders zu Hause sehr stark. Auch für den TuS Geretsried war es eine besondere Begegnung, da sich das Team aus Geretsried freiwillig aus der zweiten Liga zurückzieht.
Dementsprechend wollten die Spieler ihre letzten Bundesligaspiele vor dem heimischen Publikum nochmal genießen und sich mit einem Sieg verabschieden. Nebenbei bemerkt: der Rückzug von Geretsried hat keinerlei Auswirkungen auf die Anzahl der Absteiger aus der zweiten Liga. Die Regularien sehen vor, dass ein weiteres Team aus der Regionalliga (vermutlich die DHFK Leipzig) aufsteigen darf. Das Spiel begann wie aus Jenaer Sicht erwartet und erhofft.
Marie Lücke und Charlotte Notni wurden ihrer Favoritenrolle im Damendoppel gerecht und holten die Führung, während sich Florian Wohlgemuth und Johann Höflitz im 1. Herrendoppel geschlagen geben mussten. Allerdings hatte Geretsried in diesem ersten Herrendoppel ihre mit Abstand besten Doppelspieler aufgeboten, wodurch sich Florian Otto und Lennart Notni im 2. HD eine realistischere Siegchance bot, die sie in einem spannenden 5 Satzkrimi beim Schopfe packten und die 2:1 Führung erspielten. Mit diesem Rückenwind ging es in die Einzel in denen sich Marie, Johann und Lennart keine Blöße gaben wodurch die Niederlage im Mixed von Flo Wohlgemuth und Pheline Krüger verkraftbar war und ein 5:2 Sieg zu buche Stand.

Das alles am 25. Geburtstag von Florian Wohlgemuth – der wie üblich vor dem Teamspruch nochmal ordentlich anheizte und die folgenden Worte wählte: „Ich hab heute 25. Geburtstag. Wir geben wie immer alles, kämpfen um jeden Ball und sorgen dafür, dass 2 zu 5 das Ergebnis aus Sicht von Geretsried wird.“ GutsMuths JENA!!!

Lennart Notni

2. BL Badminton